Archiv für Städte und Dörfer der Seenplatte
Ausstellung im Kloster Malchow
Regionale Kunst
Die Sanierungsarbeiten am Malchower Kloster gehen zügig voran. Damit stehen pünktlich zum Volkfest weitere Räumlichkeiten für die „Ausstellung Regionaler Künstler“ zurVerfügung, wie Katja Jentsch vom Kloster Malchow mitteilte. Die beiden neuen Räume sollen künftig ausschließlich für Wechselausstellungen genutzt werden. Ihre Einweihung erfolgt am Mittwoch, den 29. Juni 2011 um 16.00 Uhr mit der Ausstellungseröffnung des Malers Rainer Stuchlik. Gezeigt wird eine repräsentative Auswahl seiner Aquarelle, die direkt vor der Natur entstanden. Dabei handelte es sich nicht nur um die Natur, wie sie sich unmittelbar vor der Haustür seines Ateliers in Bolz (nahe Sternberg) fand. Studienreisen führten ihn quer durch die europäischen und internationalen Lande. Frankreich, Spanien, Marokko, Sizilien, Malta und auch Mexiko hinterließen beim Künstler bleibende Eindrücke. Eindrücke, welche er bemüht war auf ungewöhnlich großen Formaten festzuhalten. Es war ein Ringen um Ausdruckskraft, das dem Künstler einiges abverlangte. Nur mit einer schmalen Matratze, einem Propankocher und Soldatenkost ausgerüstet, ging es mit dem Caddy in die Ferne. Doch es ging „ums Malen und darum‚ ein paar Bilder zu erschuften’, alles andere […] (war) nebensächlich“ (Dagmar Stuchlik).
Maler und Grafiker Rainer Stuchlik
Rainer Stuchlik wurde am 19. Oktober 1929 in Arnau, im heutigen Tschechien, geboren. Einer Lehre zum Lithografen an der Kunstfachschule in Gablonz folgte ein Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig bei den Professoren Max Schwimmer und Elisabeth Voigt, das er 1959 mit Diplom und Auszeichnung abschloss. Seitdem war er als freischaffender Maler und Grafiker in Leipzig und Berlin tätig. Als er 1977 nach Mecklenburg kam, wurde er sofort von der Vielfältigkeit der Endmoränenlandschaft gefangen genommen. Es war eine innere Verbundenheit, die ihn zeit seines Lebens nicht mehr loslassen sollte.
Die Bilder des am 11. Februar 2006 verstorbenen Künstlers wurden auf zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt und haben nun ihren Weg auch ins Malchower Kloster gefunden. Sie werden dort bis zum 31. Oktober 2011 für die Öffentlichkeit zugänglich sein.
„Ausstellung Regionaler Künstler“
Kloster 32-34
17213 Malchow
Telefon: 03 99 32 / 82 3 92
E-Mail: kloster-malchow@t-online.de
Kultursommer in der Dorfkirche Speck
Veranstaltungen in der Dorfkirche Speck (Müritz Nationalpark) 2011
Sonntag, 26. Juni 2011 – 16.00 Uhr
Vorsommerliche Kammermusik
Carla Prestin-Koch (Violine), Christine von der Groeben (Viola)
Reinhard Bellmann (Cembalo)
Freitag, 1. Juli 2011 – 17.00 Uhr
Sommer–Stippvisite mit Keltischen Impressionen
Ellen Czaya (Querflöte) & Thomas Loefke (Keltische Harfe)
Samstag, 9. Juli 2011 – 16.00 Uhr
Sommermusik mit „Souvenirs“
Oliver Jaeger (Spanische Gitarre)
Samstag, 23. Juli 2011 – 16.00 Uhr
Julisommernachmittag mit Deutschem und Irischem Folk
Volkhard Brock – Saxophon, Klarinette, Dudelsack
Samstag, 13. August 2011 – 16.00 Uhr
Hochsommerrhythmen mit „Chelsea Radio“
Franziska Günther (Gitarre) & Peter Jack (Gitarre)
Sonntag, 28. August 2011 – 16.00 Uhr
Sommerausklang mit “Mi tango querido – amarillo”
Bettina Born (Akkordeon) & Wolfram Born (Piano)
Samstag, 10. September 2011 – 16.00 Uhr
Sommernachklang mit dem „Duo Marcato“
Sorina Reichenbach (Flöte) & Thomas Holzhausen (Gitarre)
Die Kirche ist täglich bis zum 2. Oktober von 11.00 – 17.00 Uhr geöffnet. Die Ausstellung des Jahres 2011 widmet sich dem Thema Keramik. In vielfältigster Form schafft es die Künstlerin Iris Schwerinski aus Kreutzmannshagen (aufgewachsen in Anklam und Burg Stargard) mit dem universellen Material Ton zu spielen. Verschiedene Brenntechniken, wie den Raku, unterstreichen die besondere Note der tönernen Schöffungen.
Alt Schwerin
Die am Plauer See gelegen Gemeinde ist durch das Agrarhistorische Museum über die Grenzen Mecklenburg-Vorpommerns hinaus bekannt. Auf einer riesigen Freifläche erhalten Besucher einen Einblick über die Entwicklung und das Leben in und mit der Landwirtschaft. Beliebt sind auch die jährlichen Dampftreffen, bei denen viele Fans alter Traktoren einfinden.
Anschließend besteht die Möglichkeit auf der Schmetterlingsfarm viele verschiedene Arten der bunten Falter zu bestaunen. Eine große Anzahl tropischer Falter ist vertreten.
Auch Anglerfreunde kommen in Alt Schwerin auf ihre Kosten. Die Forellenzucht bietet neben geführten Touren auch die Möglichkeit auf eigene Faust sein Glück beim Angeln zu versuchen. Unweit von Alt Schwerin kann man sich in Sparow am alten Teerofen über die Geschichte der Herstellung von Holkohle und Teer informieren.
Ludorf
Ludorf liegt am östlichen Ufer der Müritz. Ganz in der Nähe sind zwei Halbinseln zu finden (der Große Schwerin und Steinhorn), die dem Naturschutz gewidmet sind und deshalb vor allem für Vögel wahre Paradiese geworden sind.
Besonders beeindruckend ist die Kirche von Ludorf, die einen achteckigen Grundriß hat (Oktogon-Kirche). Sie ist einzigartig in Norddeutschland. Vermutlich ist das Heilige Grab in Jerusalem das Vorbild. Sehenswert ist auch das kleine Heimatmuseum, das Einblicke ins Dorfleben vergangener Jahrhunderte zeigt. Neu restauriert ist das im Klinkerrenaissancestil gebaute Herrenhaus bzw. Gutshaus von Ludorf, das als Hotel umgestaltet wurde. Zur Hotelanlage gehören auch weitere Nebengebäude (z.B. die Stellmacherei), die ein schönes Beispiel für ein historisches Gutsensemble darbieten.
Empfehlenswert für einen Besuch ist die kleine Fachwerkkirche von Zielow, einem Orsteil von Ludorf.

